Archiv für August 2010

Gemeint sind wir alle! Massentierhaltungsgegnerin verurteilt

Pressemitteilung, 30.August 2010

In einem skandalösen Verfahren wurde heute eine Aktivistin verurteilt,
die sich mit einer kreativen Straßentheateraktion gegen den Bau einer
Hähnchenmastanlage engagiert hatte.

Am heutigen Montag wurde die Aktivistin Katharina zu einer Geldstrafe
von 500 Euro verurteilt. Sie hatte sich im niedersächsischen Buchholz an
einem Straßentheater beteiligt, bei dem der Weg eines Masthähnchens von
der Aufzucht bis in die Tiefkühltruhe nachgestellt wurde. Das
Theaterstück sollte für das Thema Massentierhaltung sensibilisieren und
auf den viel zu hohen Fleischkonsum hinweisen. < ein fühlendes Wesen bis es getötet wird, um als billige Massenware auf
dem Teller zu landen. Das empfinde ich als sehr grausam>>, so Katharina.

Die Polizei warf der Aktivistin vor, sie habe sich geweigert, ihre
Personalien anzugeben und erließ darauf einen
Ordnungswidrigkeitenbescheid über 300 Euro.

Die 28-jährige stand heute in Tostedt vor dem Amtsgericht. Richterin Dr.
Hillebrenner hatte offensichtlich großes Interesse daran, den Fall
möglichst schnell vom Tisch zu haben und verbot die Fragen der
Verteidigung. < Aktivistin Rechtsmittel gegen den ursprünglichen Bußgeldbescheid von 300
Euro eingelegt hatte. Anders kann ich mir die hohe Verurteilung zu 500
Euro nicht erklären>>, führte Isi aus, die als Rechtsbeistand der
Betroffenen den Prozess begleitete. < Verteidigung zugelassen- wir prüfen nun Rechtsmittel gegen das Urteil>>.

Die Verurteilte kündigte an, sich auch weiterhin gegen Massentierhaltung
und geplante Schlachthöfe einzusetzen.

Räumung der Besetzung gegen Schlachtfabrik bei Celle

Dienstag morgen wurde die Besetzung gegen Europas größten Geflügelschlachthof in Wietze bei Celle von der Polizei geräumt. Mehrere AktivistInnen hatten sich auf und unter meterhohen Dreibeintürmen, sowie in einem Erdbunker an Beton gekettet, um die Räumung zu erschweren. Die Besetzung auf dem Baugelände der Firma Rotkötter/Emsland Geflügel, die dort die Erichtugn einer Schlachtfabrik gigantischen Ausmaßes plant, wurde seit Ende Mai aufrecht erhalten.
Der Mastbetrieb in Sprötze, auf den letzte Woche ein Brandanschlag verübt worden war, war die erste Zulieferanlage für den geplanten Schlachthof. Vorgesehn sind weitere 420 Zuliefermastanlagen, wovon jedoch erst etwa 15 zugesagt wurden.


eine kleine Auswahl an Presseberichten


indymedia.org

Welt online
Osnabrücker Zeitung
Cellesche Zeitung
Die Webseite der Besetzung

Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf Hänchenmastanlage veröffentlicht

veröffentlicht auf www.directaction.info

„In der Nacht vom 29.07.10 zum 30.07.10 wurde ein Brandanschlag auf eine entstehende Hähnchenmastanlage in Sprötze verübt. Die gesamte Halle stürzte dabei ein. Es soll ein Sachschaden von 500.000 Euro entstanden sein. Die Mastanlage sollte eine von über 400 Zulieferbetrieben für Europas größten geplanten Hähnchenschlachthof in Wietze werden. Für diese Aktion gab es vielseitige Gründe:
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Wer den Brandanschlag in Sprötze begangen hat, bleibt weiter offen

Polizei ist skeptisch bei Bewertung von Bekennerschreiben
10. August 2010, Hamburger Abendblatt

Sprötze. Trotz der am Wochenende veröffentlichten Bekennermail hält es die Polizei für keineswegs sicher, das tatsächlich eine militante Gruppe der Animal Liberation Front, deutsch: Tierbefreiungsfront, für den Brandanschlag auf den Hähnchenmaststall in Sprötze verantwortlich ist. Die Polizei sieht in dem Text lediglich eine „Sympathiebekundung“. „Es handelt sich nicht um ein klassisches Bekennerschreiben“, sagte gestern Polizeisprecher Jan Krüger.
Details von dem Brandanschlag, die belegen, dass die Bekenner tatsächlich das Feuer gelegt haben, würden fehlen. Genau dieses Insiderwissen aber, so der Polizeisprecher, zeichne ein Bekennerschreiben üblicherweise aus. Die Polizei habe die Animal Liberation Front zwar als eine mögliche Tätergruppe „auf dem Schirm“, ermittle aber nicht nur in eine Richtung.
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Jetzt reden die Brandstifter von Sprötze

Von Jan Schubert, HAN-online, 10.8.2010

Wendung im Brandstiftungsfall von Sprötze: In einem Schreiben einer Gruppe der „Animal Liberation Front“ (A.L.F.), das den HAN vorliegt, haben sich mutmaßliche Saboteure zu der Tat vom 30. Juli bekannt. Bei dem Feuer war, wie berichtet, die noch im Bau befindliche Geflügelmastanlage komplett zerstört und ein Sachschaden von etwa einer halben Million Euro verursacht worden.

Sprötze. Das Schreiben war zunächst auf der Homepage des US-Magazins „Bite back“ (deutsch: zurückbeißen) mit Sitz in West Palm Beach, Florida, aufgetaucht und listete vielfache Gründe für die Aktion wie Umweltschäden durch die Anlage, Ressourcenverschwendung und Tierquälerei auf. Außerdem finden sich diese Passagen zu jener Nacht in Sprötze wieder: „Die Aktion wurde durchgeführt, um direkt Leben zu retten, da alle vorher argumentativ geführten Auseinandersetzungen gescheitert sind. Der psychische Druck und der finanzielle Schaden, der auf der/dem Besitzer/in lastet, ist uns bewusst. Dies steht aber in keinem Verhältnis gegenüber den Qualen, die die Hähnchen dort erleiden müssten.“
Die Verfasser kündigen weitere Anschläge an für den Fall, dass etwa Neues in Sprötze oder anderenorts entstehen sollte: „Alle Versuche, die Mastanlage wieder aufzubauen [. . .] werden wir zu verhindern wissen. Solange nicht-menschliche Tiere der Herrschaft der Menschen unterworfen sind, bleiben sämtliche Tierausbeutungsbetriebe Ziele solcher und ähnlicher Aktionen.“
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Bekennerschreiben von Animal Liberation Front aufgetaucht

Hamburger Abendblatt vom 9.August 2010, Von Evelin Hartmann

Sprötze. Nach Angaben der Dortmunder Tierrechtsorganisation „die tierbefreier e.V.“ ist bei dem Verein am Wochenende ein Bekennerschreiben eingegangen, in dem sich Vertreter einer Animal Liberation Front (A.L.F.) zu dem Brandanschlag auf die Hähnchenmastanlage in Sprötze bekennen.
Dies teilte der Verein in einem Fax an das Hamburger Abendblatt mit. Unter der dabei angegebenen Mobiltelefonnummer gab es allerdings keine Verbindung zu den Absendern. Die Polizeiinspektion Harburg in Buchholz wollte sich am Sonntag zu dem angeblichen Bekennerschreiben noch nicht äußern.

In der Nacht zu Freitag, 30. Juli, hatten unbekannte Brandstifter in den frühen Morgenstunden die fast fertiggestellte 1600 Quadratmeter große Hähnchenmastanlage des Landwirts Malte Eickhoff in Sprötze niedergebrannt. Die Experten der Polizei fanden heraus, dass offenbar mehrere Personen an dem Anschlag beteiligt waren. Inzwischen wurde eine Belohnung in Höhe von 21.000 Euro zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Eine in solch einem Falle noch nie ausgewiesene hohe Summe, die sich wie folgt zusammensetzt: 5000 Euro kommen von der Polizeiinspektion Lüneburg, 5 000 Euro vom Niedersächsischen Landvolk, 10.000 Euro vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft und 1000 Euro von einem Geldgeber, der nicht genannt werden möchte.
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Öffentliche Erklärung der Tierschutzpartei zum Brand in Sprötze

In die Radikalität getrieben…

„Für den Brandanschlag auf die noch nicht mit Tieren besetzte Mastanlage für „Hähnchen“ in Sprötze (Niedersachsen) in der Nacht zum 30. 07.10 hat sich eine deutsche Gruppe der A.L.F. (Animal Liberation Front) mit einem Bekennerschreiben verantwortlich erklärt. Die Partei Mensch Umwelt und Tierschutz wertet diesen Brandanschlag als ein klares Zeichen dafür, dass immer mehr konsequente Tier- und Umweltschützer in unserem Land die Hoffnung verloren haben, sich effektiv mit legalen, rechtsstaatlichen Mitteln gegen solche Unrechts- und Elendsprojekte wie diese Mastanlage zu wehren! Sie werden in die Radikalität getrieben, weil ihre Bemühungen um Verbesserungen zum Schutz der Tiere und der Umwelt bei den politisch Verantwortlichen auf taube Ohren stoßen. Die Mastanlage in Sprötze sollte als Zulieferungsanlage für den geplanten „Hähnchen“-Schlachthof in Wietze (der größte Betrieb dieser Art in Europa) dienen. Um dieses Großprojekt zu realisieren, müssen im Umkreis von 100 Kilometern über 400 neue „Hähnchen“-Mastanlagen errichtet werden, wogegen seit Monaten Tier- und Umweltschützer vergeblich Sturm laufen – unterstützt von vielen Bürgerinitiativen vor Ort, die sich vornehmlich gegen die zu erwartenden Geruchs-, Verkehrs- und Lärmbelästigungen zur Wehr setzen.
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Brandanschlag auf Hähnchenmastanlage in Sprötze

Hannoversche Allgemeine, Kreis Harburg, 01.08.2010

Bei einem Brandanschlag ist in der Nacht zum Sonnabend eine Hähnchenmastanlage in Sprötze bei Buchholz im Kreis Harburg komplett niedergebrannt. „Wir gehen eindeutig von Brandstiftung aus“, sagte ein Polizeisprecher. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 500.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

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Brandanschlag auf Mastanlage in Sprötze bei Hamburg

Harburger Nachrichten, 1. August 2010
Vermutlich Brandstiftung: Wer hat das Feuer gelegt?

Die umstrittene Geflügelzuchtanlage in Sprötze ist gestern am frühen Morgen vollständig abgebrannt. „Wir haben Brandbeschleuniger gefunden“, sagte Polizeisprecher Jan Krüger auf Nachfrage der HAN. Brandstiftung ist somit mehr als wahrscheinlich.
von Julia Heitmann
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