Streit um Schweine: Polizei ermittelt nach Vorfällen

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11. März 2010 | 12:51 Uhr

Kruckow (dpa/mv)
– Im Streit um die geplante Ferkelzuchtanlage Alt Tellin (Kreis Demmin) ermittelt nach kriminellen Vorfällen jetzt die Polizei. Unbekannte haben das Haus des Geschäftsführers der Daberkower Landhof AG, Wilfried Kosalla, beschmiert, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Kruckow bei Demmin der dpa. Kosalla erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung. «Das ist kein Spaß mehr», sagte er der dpa. Vor zwei Monaten sei versucht worden, eine große Maschinenhalle des Betriebs bei Brook in Brand zu setzen. Die Firma vermutet Tierschützer hinter den Aktionen. In Alt Tellin ist eine Anlage mit 10 000 Sauen geplant. Die Genehmigung steht noch aus.


4 Antworten auf „Streit um Schweine: Polizei ermittelt nach Vorfällen“


  1. 1 Sarasani 17. März 2010 um 23:26 Uhr

    Ich habe hier schon einmal geschrieben. Diese ganzen primitiven Schmierereien, Brandstiftungen bringen doch nichts. Herr Kosalla ist Geschäftsführer einer Aktiengesellschaft und kann keine Entscheidungen alleine treffen, er ist nur euer Bu Mann.
    Ich selbst bin gelernte Tierwirtin und habe selbst mal in einer solchen Riesen-Anlage gelernt und bin keinesfalls ein Befürworter von solchen Riesen-Anlagen, sie sind nicht nur Scheiße für die Bevölkerung, sondern auch ein großes Risiko für den Betreiber und die Tiere. Dieser viele Transport (Gülle, Futtermittel, Tiertransporte usw.) ist ein riesiges Hygienerisiko und sehr schwer kalkulierbar. Warum der Herr Strathof in dieser Größenordnung bauen möchte ist mir unklar, zumal alle Anlagen die in der Größenordnung zu DDR Zeiten vorhanden waren nicht mehr existieren. Hauptproblem ist der hohe Gülleanfall und die nicht vorhandenen Flächen für die Ausbringung der Gülle. Kleinere Herden sind außerdem wesentlich besserer und tiergerechter und auch kostengünstiger zu händeln. Kleine Anlagen mit bis zu 1500 produktiven Sauen + den dementsprechenden Ferkeln und einer ordentliche Lüftung und der Ausnutzung von Biogasanlagen + Photafoltaik bzw. Solar sind auch für die Bevölkerung tragbar, wenn diese Anlagen etwas weg vom Dorf sind. Bei uns in der Umgebung ist eine derartige Anlage entstanden, am Anfang gab es sehr viele Schwierigkeiten mit der dörflichen Bevölkerung und es mussten viele Auflagen erfüllt werden. Inzwischen produziert die Anlage seit über 2 Jahren und es kommen keine Beschwerden mehr. Viele aus dem Ort sind sogar erstaunt, dass es gar nicht bzw. kaum nach Schwein riecht (hängt vom Wind ab). Arbeite selbst nicht dort. Beginne ab April wieder in einer kleinen Schweinezuchtanlage (550 Zuchtsauen) und freue mich sehr darauf, da dort eine sehr individuelle Betreuung der Tiere möglich ist. Für euch ist wahrscheinlich auch diese Größenordnung nicht tiergerecht, aber leider kann man mit wenigen Tieren nicht wirtschaftlich überleben. Natürlich ist es eine blanke Nutztierhaltung, aber ich achte immer sehr darauf, dass die Tiere so artgecht wie möglich gehalten werden. Vorschriften sind auch sehr streng.
    Ich habe mir hier sehr viele Beiträge durch gelesen, bevor ihr von 600 Geburten pro Tag bei 10000 Schweinen sprecht, bitte erst rechnen. Das funktioniert nicht. Es ist angestrebt, dass jedes Tier rund 2,4 mal pro Jahr Ferkel bekommt, dass wären dann rund 24000 Geburten pro Jahr und rund 188 Geburten pro Woche (oder zählt ihr jedes Ferkel einzeln, Rechnung geht dann trotzdem nicht auf)Ich glaube nicht das ihr Herrn Strathof mit diesen Aktionen stoppen könnt, hat übrigens noch einen Bruder der auch 2 größere Anlagen in Ostdeutschland betreibt. Wenn ich dort in der Nähe wohnen würde, wäre es mein Ziel die geplante Anlage in eine vernünftige und den örtlichen Verhältnissen angepasste Größe zu bringen. Lasst die blöden Aktionen, damit erreicht ihr nichts, außer dass ihr euch selbst straffbar macht und früher oder später wird jeder erwischt.

  2. 2 Redaktion 18. März 2010 um 9:12 Uhr

    Anmerkung der Redaktion: Nach Angaben der Straathof Holding GmbH werden jährlich eine Viertelmillion Ferkel „produziert“. Teilt man 250 000 durch 365 Tage im Jahr, erhält man eine Geburtenzahl (in dem jedes Individuum zählt) von zwischen 600 und 700 pro Tag.

  3. 3 Bouma 08. Juni 2010 um 0:12 Uhr

    Ein sau bringt 30-40 verkel. Die her straathof hat in Buren (Holland) auch ein anlage. Die wiederstand gegen solche anlagen ist in unseren land auch enorm.
    Wir hatten 5 provinciale Burgerinitiatieven und ein Lands Burgerinitiatief. Ich bin einer von die indiener. Es wurde zeit fur ein EU burgerinitiatief.
    www.vroomshoopgeenmesthoop.nl
    www.behouddeparel.nl
    www.megastallen-nee.nl
    Grusse und viel gluck!

  4. 4 Markus 13. Mai 2012 um 2:00 Uhr

    für wen produziert Adrian Straathof in D.? Ich will das Fleisch aus diesem BEtrieb nicht essen.

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