Archiv für August 2009

Farb-Anschlag auf Metzgerei

Hier ein aktueller Indymediabericht.
http://linksunten.indymedia.org/de/node/9828

Außerdem kam es zu einer Farb-Attacke von Unbekannten auf eine Metzgerei. Bei linksunten.indymedia.org ist ein Bekenner_innen – Schreiben erschienen.

„In der Nacht von Freitag auf Samstag, den 15. August, kam es in Greifswald zu Farbanschlägen auf den Fleischerreibetrieb Greifenfleisch. Dabei wurden sowohl Fenster als auch Türen mit Spraydosen verschönert, das Türschloss des Leichenhandels mit Kleber verstopft und Werbeschilder des hiesigen Betriebes sowie eine dazugehörige Hauswand mehrfach mit dem Begriff „Mörder“ versehen. Darüber hinaus wurde in leserlichen Druckbuchstaben die Parole „Solange Menschen schlachten, gibt es Krieg“ an der Hauswand hinterlassen.

Grund dafür ist der Mord an tausenden fühlenden Lebewesen, die täglich aus vermeidlich geschmacklichen Gründen ihrer Freiheit, Würde und schließlich ihres Lebens beraubt werden, um dann als zerhackte Leichenteile über die Fleischtheken, wie jene bei Greifenfleisch zu wandern. Das Leid, welches nichtmenschliche Tiere aus reiner Ignoranz und Egoismus der Menschen, die immer noch Leichenteile, Eier, Milch oder andere gewaltsam geraubte Tierprodukte in sich hineinstopfen, täglich ertragen müssen, können und wollen wir nicht länger hinnehmen.

Um auf diese Perversion aufmerksam zu machen, aber auch um ein Zeichen zu setzten, dass wir niemals aufgeben werden, solange fühlende Lebewesen ein solch trauriges Dasein fristen müssen, gefangen hinter Gittern, missbraucht als Produktionsmaschinen für Produkte an denen Blut klebt.

Wir wehren uns gegen die Tierausbeuterindustrie und ihre kranken Auswüchse. Wir solidarisieren uns mit allen Kämpfenden gegen diese weltweit. Dabei sahen wir uns durch die Räumung des besetzten Tierversuchsgeländes in Hannover und die Auseinandersetzungen um die geplante Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin inspiriert.

Keinen Frieden mit Massenmördern!

Feuer, Flamme und Farbe der Tierausbeutungsindustrie!

Für die Befreiung von Tier und Mensch!“


Auch die Ostseezeitung berichtete

Greifenfleisch

Soli-Aktion für die Besetzer_innen des Boehringer-Baugeländes

http://linksunten.indymedia.org/de/node/9827
„In den letzten Tagen solidarisierten sich viele Menschen durch verschiedene Aktionen mit den Besetzer_innen des Geländes in Hannover, auf dem Boehringer, Deutschlands zweitgrößtes Pharmaunternehmen, ein Tierversuchslabor errichten will.
Die Besetzung wurde am 12.08.2009 geräumt, wodurch ein selbstorganisierter Freiraum zerstört wurde und sich wieder einmal gezeigt hat, dass das einzige Gegenargument eines Staates blinde Gewalt ist und immer sein wird. Aber unser Widerstand ist nicht gebrochen. Überall in Greifswald erschien ein Symbol, das ein wütendes Schwein zeigt, welches das Boehringer-Logo auffrisst. Unter anderem wurde es mehrfach auf dem Rubenowplatz und an zahlreichen Hauswänden hinterlassen.
Thematisch gibt es einen Zusammenhang zwischen den Protesten um Europas größte Ferkelzuchtanlage bei Alt Tellin, ca. 35km südlich von Greifswald und dem geplanten Impfstoffzentrum in Hannover. Dort sollen Tiere gefoltert werden um Massentierhaltung noch profitabler zu machen.

Verbreitet das Symbol, verschönert eure Stadt!
Hier findet ihr das Stencil und einen Flyer: http://linksunten.indymedia.org/de/node/9712″

Flyer zur Räumung der Boehringer-Besetzung

Angelehnt an die Proteste gegen die Räumung der Boehringer-Besetzung in Hannover wurde ein Flyer erstellt.

Telefonaktion heute

http://www.linksunten.indymedia.org/de/node/9700

Auf der oberen Webseite ist heute ein Aufruf erschienen, heute Nachmittag bis morgen früh bei Wilfried Kosalla, dem Vorsitzenden der Daberkower Landhof AG, anzurufen und ihn aufzufordern, das Firmengelände nicht an den Schweinezuchtinvestor Straathof zu verkaufen.

Die Telefonnummer von Wilfried Kosalla ist 039999 70498.

Druckvorlage für Plakate und Schablonen zum Sprayen

Folgende Logos sind bei linksunten.indymedia.org erschienen:

Logo

Sprayschablone

Sie stellen ein wütendes Schwein dar, welches das Boehringerlogo frisst. Boehringer will in Hannover ein Tierversuchslabor bauen lassen, um Impfstoffe zur Massentierhaltung, insbesondere für Schweine, aber auch für Kühe und andere Lebewesen testen. Seit sechs Wochen gab es auf dem zukünftigen Baugelände eine Besetzung von Tierrechtler_innen, welche am Dienstag gewaltsam durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt wurde.
schweinerei.blogsport.de solidarisiert sich mit den Besetzer_innen. Mehr Infos findet ihr auf www.boehringerbesetzung.blogsport.de.

Presse zu den Aktionstagen

Beim Pressespiegel findet ihr eine recht ausführliche Übersicht über die erschienenen Presseartikel.
Ausserdem gibt es zu den Aktionstagen ein Radiointerview mit Radio Dreyeckland (Freiburg).

Räumung der Besetzung in Hannover

Heute morgen wurde die Besetzung des Bauplatzes vom geplanten Tierversuchslabor in Hannover geräumt. In diesem Labor sollten vor allem Impfstoffe für die Massentierhaltung getestet werden. „Wir denken an euch und hoffen, es geht allen Aktivist_innen vor Ort gut!“, so Christine Fuchs. Aktuelle Informationen findet ihr unter www.boehringerbesetzung.blogsport.de.

Boehringer

Die Aktionstage – ein Rückblick

Wenn es nach dem Willen des Investors Adrian Straathof gehen würde, wären schon bald 10.000 Sauen in einer riesigen Anlage in der Gemeinde Alt Tellin (Mecklenburg Vorpommern) eingesperrt. Sie sollen jährlich 250.000 Ferkel zur Welt bringen, welche dann an anderen Orten zur Schlachtreife gemästet werden.
Wie es solchen Tieren ergeht, ist bekannt. Sie sind auf viel zu engem Raum eingesperrt, werden mit Antibiotika und anderen Medikamenten am Leben erhalten und erreichen nie ihr volles Lebensalter. Am Ende wartet der Schlachthof oder das Verrecken in der Anlage bzw. beim Transport. Tiere gelten als Ware, doch sie sind und bleiben fühlende Lebewesen.
Es hat in Europa noch nie eine Anlage von solcher Größe gegeben. Für den Bau fehlt bislang die Erlaubnis des Staatlichen Amts für Umwelt und Natur. Das Baugelände befindet sich noch nicht im Besitz des Investors Straathof, sondern der Daberkower Landhof AG, welche von ihrem Vorsitzenden Wilfried Kosalla vertreten wird. Folglich hat Kosalla direkten Einfluss darauf, ob die Anlage gebaut wird oder nicht. Deswegen wurden schon viele Briefe, Faxe und Postkarten an ihn geschickt bzw. angerufen.
Darauf aufbauend fanden sich vom 8. bis 11. August in der Nähe des Baugeländes Umwelt- und Tierrechtsaktivisten und -aktivistinnen, Studierende und weitere Interessierte aus der Region, dem gesamten Bundesgebiet und sogar anderen Ländern Europas zusammen, um auf die Folgen von industrieller Massentierhaltung aufmerksam zu machen und die Gemeinde sowie die Daberkower Landhof AG dazu aufzufordern, den Bau der geplanten Anlage zu verhindern.

Was geschah während den Aktionstagen?
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Farbe gegen Daberkower Landhof AG

An der Brooker Zweigstelle der Daberkower Landhof AG stehen seit heute morgen Schriftzüge mit der Aufschrift „Tiermord, Klimakatastrophe, Vertreibung, Hunger: Vermeidbar!“ und „Kosalla, Mörder haben Namen und Adressen“.


Georg hat dazu einen Anwohner Interviewt:
http://www.youtube.com/watch?v=7HlgA8XzNvI

Die Aktionstage neigen sich dem Ende, das Zeltlager wurde bereits abgebaut. Der Widerstand geht jetzt erst richtig los!

Kosallas persönlicher Weckruf

Heute morgen um halb 5 wurde Wilfried Kosalla, Vorsitzender der Daberkower Landhof AG von einer Gruppe AktivistInnen und lauter Musik vor seinem Haus geweckt. Sie machten klar: „Die Aktionstage gehen zu ende, der Protest geht jetzt erst richtig los! Wir kommen wieder, solange, bis sie von ihrer Absicht, das Baugelände für die größte Ferkelzuchtanlage Europas bereitzustellen, zurücktreten“.
Auf dem Gehweg stand mit Straßenkreide: „Keine Ruhe für Tiermörder“.

Die Aktivistinnen bedauern,falls Familienangehörige und Nachbarn betroffen wurden. „Uns geht es um die Verhinderung der Ferkelzuchtanlage. Mehr nicht.“ so Ulrich Hase, einer der Aktivisten.

Rechtswidrige Polizeiübergriffe

Die beiden Festgenommenen von heute morgen sind wieder frei. Ihnen geht es gut.
Die Polizei hatte willkürlich zwei vor dem Camp herausgegriffen und wollten sie der Kriminalpolizei zum Verhör vorführen. Als sie im etwa 20 km entfernten Demmin ankamen, erteilte ihr Einsatzleiter ihnen dafür eine Abfuhr – er hatte gar kein Interesse, die AktivistInnen vorzuladen und sie wurden ohne weitere Maßnahme wieder frei gelassen .

Auch auf dem Zeltlager ging die Polizei erstaunlich Repressiv vor. Sie drangen – gegen den Willen des Grundstücksbesitzers – mit Fahrzeugen auf Privatgelände ein (welches auch so gekennzeichnet war), um Personalien aufzunehmen. Dabei kam es zu sexistischen und demütigen Übergriffen: Mehrere weibliche AktivistInnen wurden aufgefordert, die farbe ihrer Unterwäsche zu zeigen – als sie sich weigerten, wurde ihnen gegen ihren Willen und unter Zwang in die Hose geschaut. Andere AktivistInnen berichten davon, auf unterstem Niveau von Polizeibeamten persönlich beleidigt worden zu sein.

Der Einsatz der Polizei hatte wohl den einzigen Zweck, politisch aktive Menschen zu erschrecken, bedrohen und von weitere Arbeit fernzuhalten. Oder aber er war ein simpler Beweis für die Unzurechnungsfähigkeit der Demminer „Dorfbullen“.
Einmal wieder zeigt sich die Willkür und Sinnlosigkeit des Polizeistaates.

Zwei Festnahmen

Nachdem heute morgen etwa 20 AktivistInnen eine friedliche Sitzblockade vor dem Hauptbetriebsgelände der Daberkower Landhof AG veranstalteten, wurde das private Zeltlager Stunden später von der Polizei aufgesucht. Dabei drangen sie, gegen den Willen des Besitzers, mit ihren Autos auf das Privatgelände vor und kontrollierten unter Gewahrsamsandrohung alle Personalien. Die zwei jungen Männer, die am morgen angeblich von der Polizei von der Sitzblockade weggetragen wurden, wurden daraufhin in Gewahrsam genommen. Noch wissen wir nicht wie lange, ein Anwalt ist eingeschaltet.
„Sie haben mich wirklich unangenehm behandelt“, so einer der Festgenommenen. „Sie haben mich geschubst, persönlich beleidigt und mir erst nach ständigem Nachfragen gesagt, warum und auf welcher Rechtsgrundlage sie mich jetzt mitnehmen.“
Die OrganisatorInnen der Aktionstage gegen die Ferkelzuchtanlage vom 8. bis 11.August verurteilen diese Maßnahmen stark. „Die Polizei hat heute mehrfach rechtswidrig gehandelt. Doch sie können unseren Protest nicht stoppen!“, so Christine Fuchs.

Gülle für Kosalla

Wie wir eben gelesen haben, fand am 10. August 2009 eine Soli-Aktion zu den Aktionstagen statt.

Hier das Bekenner_innen-Schreiben der Unbekannten:
„Scheißaktion für Tierrechte
Von: Den Scheißbolden.

Der Gülle-Multi Straathof ist auf die beschissene Idee gekommen, in MeckPomm bei Alt Tellin die größte Ferkelzuchtanlage Europas bauen zu wollen. Die Daberkower Landhof AG unter der Leitung von Kosalla stellt dafür ihr Land zur Verfügung. Die Anlage würde 60.000 Tonnen Gülle pro Jahr produzieren. Das stinkt uns gewaltig. Kosalla jetzt sicherlich auch. Denn als Denkanstoß brachten wir unsere Scheiße zu ihm vor die Haustür.
Seit dem 10.August 2009 wird zurückgeschissen!“

Blockade des Hauptbetriebsgeländes der Daberkower Landhhof AG

Kruckow, den 9. August 2009 – Die Aktionstage gegen den Bau der Ferkelzuchtanlage bei Alt Tellin gehen weiter. Heute Morgen haben rund 20 Aktivist_innen den einzigen Eingang des Hauptbetriebsgeländes der Daberkower Landhof AG in Kruckow blockiert. Ziel ist es, den Vorsitzenden des Unternehmens, Willfried Kosalla, dazu zu bewegen, das Baugelände nicht an den Investor Straathof zu verkaufen. Es gab auch schon erste Gespräche mit ihm vor Ort.

Die Aktion verlief friedlich. Gerüchte besagen, dass zwei AktivistInnen von der Polizei zur Seite getragen wurden.

Erfolgreiche Demonstration gegen den Bau der Ferkelzuchtanlage Alt Tellin

Kruckow, den 9. August 2009 – Am heutigen Sonntag fand in Kruckow im Landkreis Demmin, Mecklenburg Vorpommern, eine Kundgebung gegen den Bau der geplanten Schweinezuchtanlage, statt.
Ab 16 Uhr demonstrierten etwa 50 Umwelt- und TierrechtsaktivistInnen mit bunten Transparenten, Trommelmusik und Sprechchören vor dem Wohnhaus von Wilfried Kosalla, dem Vorsitzenden der Daberkower Landhof AG. Diese ist (Noch-) Eigentümerin des Grundstücks, auf dem die neue Anlage entstehen soll, beabsichtigt allerdings an den niederländischen Investor Straathof zu verkaufen, sobald das Bauvorhaben durch die Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur Mecklenburg-Vorpommerns genehmigt wird. „Mit dem Verkauf gibt die Daberkower Landhof AG grünes Licht für den Bau einer Anlage, die katastrophale Folgen für die Umwelt hat und Leid für Millionen von Tieren bedeutet. Wir sind hier, um Wilfried Kosalla aufzufordern, nicht zu verkaufen und somit dieses Wahnsinnsprojekt zu stoppen“ meint Christine Fuchs, Studentin der Umweltwissenschaften in Greifswald. Wilfried Kosalla verließ sein Grundstück mit Beginn der Demonstration, jedoch fanden Gespräche mit NachbarInnen statt. Gegen 18.00 Uhr zog schließlich ein Protestmarsch vor das Betriebsgelände der Daberkower Landhof AG. Bereits im Vorfeld dieses Besuchs hatte Kosalla zahlreiche Briefe, Faxe und Anrufe von GegnerInnen des Bauvorhabens erhalten.
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